Restaurantkritik: Limo in Cusco

Cocina Peruana & Pisco Bar

In der Rankingübersicht des „Summum“ für Cusco liegt das „Limo“ auf dem dritten Platz. Unter den von uns besuchten gehobenen Restaurants in Cusco ist es zweifelsohne eines der besten. Allerdings würde dies nicht ausreichen, um darüber eine gesonderte Kritik zu verfassen, wären da nicht einige Eigenschaften, die es über die besten seiner Klasse noch herausheben:

  • Eine exzeptionelle Lage
  • Seine ungewöhnlich vielfältige Karte
  • Die herausragende Qualität einiger Gerichte
  • Ein perfekter Service
  • Phantastische Pisco-Cocktails Weiterlesen

Restaurantkritik: Senzo im Hotel Palacio Nazarenas in Cusco

Perus kulinarische Hoffnung

Als Miguel Méndez am Ende seiner Schulausbildung eine Lehrstelle suchte, war er einer von Tausenden Altersgefährten in Lima, die nur auf einen glücklichen Zufall hoffen konnten. Er war jedoch mutig, und stellte sich im „Central“ in einem der besten Restaurants von ganz Peru vor, durfte dort wenigstens ein kleines Praktikum absolvieren, wurde danach überglücklich als Lehrling übernommen, konnte am Ende der Ausbildung sogar in dieser Küche weiterarbeiten, rückte bereits nach kurzer Zeit in der Hierarchie der Köche auf, um vor einem Jahr sensationell das erste Zweitrestaurant des inzwischen berühmten Virgilio Martinez in Cusco aufzubauen, genau in der in Peru nach Lima gastronomisch wichtigsten Stadt. Weiterlesen

Restaurantkritik: Kulinarisch in der peruanischen Touri-Hauptstadt Cusco

Die Inkas sind kulinarisch international geworden!

Das Nationaltemperament der Indios

Eigentlich ist Cusco mit 350. 000 Einwohnern schon eine größere Stadt, wenn, ja wenn in Peru derartige Zahlen den Blick für die Realität nicht verstellen würden. Außerhalb der historischen Innenstadt verliert sich Cusco in den Bergen, aber in der Innenstadt ist es auch keine Stadt der Einwohner sondern eine Stadt der Touris. Weiterlesen

Restaurantkritik: Rafael in Lima

Das „Le Moissonnier“ von Lima

Das „Rafael“ liegt in der Liste der „50 besten Südamerikanischen“ auf dem 13. Platz, unter den besten des innerperuanischen „Summum“ Rankings aber klar auf dem 2. Platz.

Es befindet sich in einer eher abgelegenen kleinen Straße, und von außen nimmt sich sein Gebäude zwar recht bunt aber nicht imposant aus. Es ist auf eine Länderküche ausgerichtet, italienisch (wenngleich nicht absolut) und hat mittags wie abends geöffnet. In manchem erinnert es an das berühmte „Le Moissonnier“ in Köln, auch wenn es dessen Zwei Sterne Küche nicht erreicht. Weiterlesen

Restaurantkritik: Malabar in Lima

Restaurantkritik: Malabar in Lima

Innovative Lebendigkeit

Das „Malabar“ wird ziemlich unterschiedlich eingeschätzt. Im innerperuanischen Ranking wird ihm der 6. Platz zugewiesen, aber in der Liste der „50 besten Lateinamerikanischen“ steht es als drittes Peruanisches Restaurant an 7. Stelle und in der weltweiten an Nummer 62. Indessen sind derartige Unterschiede weder ungewöhnlich noch sind es Ungereimtheiten. In einer von Subjektivität geprägten Sphäre sind sie sogar völlig normal. Allerdings laufen sie der von derartigen Listen signalisierten Objektivität zuwider. Also erwarten Sie deshalb von meinem Restaurantbericht zum „Malabar“ keine Aufklärung jener Unterschiede, aber in einigen Details durchaus Objektivität. Weiterlesen

Erlebnis – „Pisco sour“

Ein Peruanisches Nationalheiligtum

Für einige Tage hatte ich mich in Lima im Hotel Country Club einquartiert. Am ersten Abend, noch erschöpft vom vielstündigen Flug, nahm ich in der Hotelbar noch einen Schummertrunk. Ich erwartete eine normale Hotel – Bar und erlebte eine Legende.

Die Bar war imposant: englisch eingerichtet mit einer kompletten Holztäfelung und tiefen Ledersesseln. In diesen saßen oder standen an der kleinen Theke Damen mit high heels sowie mit oben und an der Seite tiefausgeschnittenen Kleidern, Herren in Uniformen mit roten Streifen an den Hosen und gold klimpernden Orden, ziemlich schräg gekleidete Künstlertypen, selbstbewusst blickende Managertypen im Zweireiher und kichernde Japanerinnen. Wo war ich hier gelandet? Und eigenartig war, dass alle dasselbe Getränk in ihren Händen hielten: Ein Rotweinglas aber gefüllt mit einer blassgrünen Flüssigkeit, auf der sich eine weiße Krone befand. Weiterlesen

Restaurantkritik: La Mar in Lima

Der Peruanische Biergarten mit Fisch

Wer sich in diesem Restaurant nicht wohlfühlt, der ist entweder ein Snob oder dem ist kulinarisch nicht mehr zu helfen! Hier vereint sich das pralle Leben mit bodenständiger Genusssucht. Auf ihrem Weg vom Meer zum peruanischem Land nehmen die Meerestiere einen kleinen Umweg über die Küche des La Mar in Lima, um direkt in den Mäulern einer standesfreien Gesellschaft zu landen.

Ein Papa neckt sein Töchterchen mit knusprigen Camerones; eine kleine Gruppe von Geschäftsleuten hat jegliche Distanziertheit abgelegt, um sich riesige Langusten einzuverleiben und dabei ständig zu telefonieren; ein Liebespärchen steckt sich, die Welt vergessend, wechselseitig gekringelte Arme eines  Octopus in die Münder; junge amerikanischen Touris gelangen nicht so richtig zum Essen über das Wunder eines Holzschiffes auf ihrem Tisch prall gefüllt mit Muscheln und allerlei frittiertem Fischgetiers, welches sich zwischen Yuccabrocken und Platanoscheiben tummelt; drei nicht gerade ausnehmend schlanke Damen in seriösem Alter kommen beim Betrachten einer prachtvoll drapieren Tafel mit Austern nicht mehr aus dem Kichern über immer neuer Anzüglichkeiten heraus; chinesische Touris hauen sich, ungeübt mit Messer und Gabel, so riesige Brocken von Thunfisch rein, dass ich befürchte, sie verschlingen auch noch das Eisen; und ich mittendrin vergesse vor lauter Bewunderung, meinen Mund zu schließen. Über allem blinkt aus einem luftigen Geflecht von Zweigen die Sonne hindurch, und ein dicker musikalischer Dunst hüllt alles ein. Weiterlesen

Das Peruanische Wunder

Eine Entzauberung

In den folgenden Wochen berichte ich über kulinarische Erlebnisse während eines Besuches in Peru im Februar dieses Jahres.

In der letzten Zeit wird in Deutschland umfangreich über den kulinarischen Aufschwung in Südamerika berichtet, und als dessen Zentrum Lima geschildert. Verglichen mit der Situation vor zwanzig Jahren ist diese Euphorie durchaus berechtigt, verglichen mit der Anzahl hochwertiger Restaurants beispielsweise in Berlin zu der in Lima ist diese Euphorie medial gesteuert, und gemessen an der Anzahl der Restaurants mit Sternequalität in Lima völlig unberechtigt. Würde unsere Kulturstaatsministerin das Auslandsmarketing unserer Top – Gastronomie ähnlich intensiv betreiben wie der peruanische Staat, würde alle Welt über das deutsche Wunder reden! Allerdings ist dies bei der kulturellen Prägung unserer Spitzenpolitiker nicht zu erwarten. Weiterlesen