Markttag in Colón

Am Samstag wird eingekauft. Manche viel, manche nur wenig, die meisten normal. Aber unabhängig davon, heute muss in jedem Haus gekocht werden, weil am Sonntag die Familie zusammen kommt. Eigentlich ist für die Versorgung mit den dafür erforderlichen Lebensmitteln die Bodega da. Indessen charakterisiert Kuba kein Wort mehr als dieses „eigentlich“.

Eigentlich werden alle gleich bezahlt, aber einige haben mehr Geld als andere. Eigentlich gib es keine Kriminalität, aber die Fenster in den ersten Stockwerken sind alle vergittert. Eigentlich ist der Sozialismus die Zukunft, aber die Jugend verlässt das Land. Eigentlich stellt der Staat alles zum Leben erforderliche zur Verfügung, aber die Bauernmärkte alles andere. Weiterlesen

Kurzkritik: Food-Maerkte in London

Food-Märkte in London

Food-Maerkte in London: ENGLISCHER ISOLATIONALISMUS UND ESSENS-STIL

Die meisten der europäischen Metropolen haben eine spezifische Eigenart, die ihren Besuchern sofort ins Auge springt. In Paris werden sie von einem Meter auf den anderen in eine Duftwolke eingehüllt, welche aus einem der zahlreichen Parfümerien strömt. In Mailand stolpert der Besucher auf Schritt und Tritt über eines der unzähligen kleinen und größeren Schuhgeschäfte. In London wird er irgendwann in die Falle eines der Fast-Food-Lokale geraten, die sich über weite Strecken wie Perlenketten die Straßen entlangziehen. Er weiß vorher nur nicht, welche Länderküche ihn anziehen wird, denn ihre Vielfalt ist unübersehbar groß. Selbst New York kann mit diesem kosmopolitischen Speisenangebot nicht mithalten. Weiterlesen