Die endgültige Rettung der Menschheit

In den letzten Jahren hat die FAZ einige wegweisende Beiträge zur Lösung grundlegender Menschheitsprobleme veröffentlicht. Es ist dabei nur an die vollständige Entzifferung des menschlichen Gens oder an die endgültige Aufdeckung der tiefsten Ursachen unserer kriselnden Wirtschaft zu denken.

Einen Tag vor dem Ende der christlichen Fastenperiode ist ein weiterer Meilenstein erschienen, nicht ganz unerwartet, da sein Autor bereits seit Jahren darauf hingearbeitet hat, aber als dann an diesem Tag sein finales Resultat in der FAZ (28. März) lesbar war, ging ein Ruck durch unsere Gesellschaft.

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Es geht um nichts Geringeres als um die Lösung unseres Ernährungsproblemes! Dabei befinden wir uns in einer Dimension, welche sich völlig von den bereits weitgehend gelösten anderen gesellschaftlichen Grundproblemen unterscheidet.

Wir haben das Rauchen und das Alkohltrinken als gesellschaftsschädlich in den Hirnen verankern können. Beim Essen jedoch geht es nicht um die Frage des Ob sondern und um die Frage des Wie, womit die Aufgabe, die sich der Autor Jürgen Dollase unterwirft, ins wahrhaft Titanische gerät.

Der Artikel rückt zuerst das Ausgangsproblem ins rechte Licht. Wir essen generell „viel zu viel, bis zum Anschlag“ und wir kaufen die falschen Lebensmittel, weshalb wir keinesfalls Opfer irgendwelcher fiesen Konzerne sind, sondern allesamt „Täter“.

Wir sind „Koma-Esser“! Eine mit solche, mit geradezu alles hinwegfegender Wucht über uns kommende Diagnose mag hier und da sowie ab und an auch ungläubige Abwehrängste erwecken können, indessen jeder der fähig ist, sich selber zu befragen, ob er sich nicht bereits wenigsten auch schon einmal in einer derartigen Situation befunden hat, wird selbst des leisesten Zweifel enthoben sein.

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Und in der Tat, blicken wir uns nur in unserer rein privaten Umgebung einmal gründlich um, was finden wird dann? Nichts anderes als „Redundanzesser“, als „unbelehrbare Fanatiker der gutbürgerlichen Küche“, als „Gourmet-Prolls“, als ein „kulinarisch bildungsfernes Bürgertum“ beschert uns nichts weiter als eine „zivilisatorischer Verwüstung“. Es ist die „letzte legale Sucht, von der wir schlechter als vom Rauchen loskommen“.

Wenn uns die Freiheit des Genusses „Milliarden an Kosten verursacht“ und für „kaum übersehbare zivilisatorische Schäden“ verantwortlich ist, dann müssen wir endlich „Abschied von der banalen Behauptung nehmen, dass Essen eine individuelle Geschmackssache wäre“. Hier muss eingegriffen werden, beispielsweise indem die Krankenkassen eine „Art kulinarischer Hygiene“ vorgeben.

Um Missinterpretationen von vornherein zu vermeiden, sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Autor ganz bewusst nicht den Ausdruck von einer „Erziehungsdiktatur“ verwendet!

Die Quintessenz dieses glaubensstarken Aufrufes soll nicht allein nur zu unserer inneren Einkehr führen, sondern auch zur Tat, indem wir das, was wir bisher unter Verkennung unserer ureigensten Interessen zur Erhaltung der menschlichen Spezies als unser „Lieblingsessen“ angesehen haben, aufgeben, um durch eine neue Art einer „Alphabetisierungskampagne“ zu einem „ganzheitlich denkenden Menschen“ zu werden, der in einem „veränderten Menschenbild“ ruht.

Rechtzeitig zur Karwoche hält uns Jürgen Dollase eine Predigt.

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Es ist eine eindringlich grundsätzliche und eine absolut notwendige. Im Gefolge der Kirchenväter wird in unserem Gewissen gerüttelt, damit wir überhaupt erst fähig werden, ein „schlechtes Gewissen“ zu entwickeln. Nicht die Bekämpfung eines schlechten Gewissens sondern seine permanente Existenz ist die Voraussetzung eines besseren Lebens.

Ein einzelner Autor nimmt sich an Petrus, wenn nicht sogar an Jesus Christus, ein Beispiel und legt die Basis für unsere geistige Umkehr. Durch die Veränderung unserer Essgewohnheiten rettet er die Menschheit! Dieser Artikel der FAZ wird in den Kanon der wahrhaftigen Grundtexte unserer freiheitlichen Gesellschaft eingehen.

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