Aufgespießt!: Vegetarische Kost?

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Der Hype um vegetarische Kost ist ungebrochen. Häufig begründen deren Anhänger (Ich erspare mir folgende Wendungen: die politische korrekte „und Anhängerinnen“ oder auch die altdeutsche Formulierung „AnhängerInnen“ und auch die Gender-Variante „der/die/das geschlechtsneutrale Anhangesis“) dies mit ihrer Verantwortung für die Erhaltung der Welt.

In der FAS vom 3. 03. 2013 empfiehlt die vegane Kochbuch-Autorin Nicole Just dem Aussteiger aus fleischlicher Kost mit einer „veganen Roulade“ anzufangen, dann würde der Wechsel wegen des kulturhistorischen Hintergrunds nicht so schwer fallen.

Aber, so schreibt sie, nach einiger Zeit der Erfahrung wäre dies auch nicht mehr erforderlich. Die FAS hat ein sehr entgegenkommendes Interview geführt, so wie sie auch bei vielen Politiker-Interviews vorgeht: keine garstigen Nachfragen, kein Aufzeigen von Widersprüchen und stets schön freundlich entgegenkommend.

Mit diesem Interview ist mir schlagartig bewusst geworden, dass Essen überhaupt nichts mit Geschmack zu tun hat, sondern ausschließlich der Rettung unserer Seele dient. Wenn ich aus meiner Zeit im Sozialismus auch nur eines gelernt habe, dann niemanden zu vertrauen, der mir die Rettung der Welt verspricht.

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