Aufgespießt! Tapas & Co.

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Im Kölner Stadtanzeiger bricht am 11. 05. 2013 die Autorin Julia Floß eine oberschenkel-dicke Lanze für die Tapas-Kultur. Endlich darf auch in einem deutschen Medium einmal die Wahrheit über spanische Tapas verkündet werden:

„Die meisten vermeidlichen Tapas-Konzepte bestehen aus miesen Cocktails, unerträglichem Lationpoplärm und frittierten Krebsfleischbällchen. Die haben zu 80 Prozent weder etwas mit Tapas noch mit Krebsfleisch zu tun.“ Das entspricht vollständig meiner Erfahrung aus zahlreichen Tapas-Bars in Spanien.

Überall und immerorts nur diese billigen Krebsfleischbällchen. Schade nur, dass die Autorin nicht zugleich enthüllt, woraus diese 90 Prozent denn eigentlich bestehen. Der Beitrag ist zugleich ein Appell an die deutschen Köche, endlich einmal die wahren spanischen Tapas zu entwickeln.

Aber Frau Floß hat noch einen Trost parat: „Die Gambas werden natürlich vom Gast gepult und man tunkt anschließend sein Brot in den Bratsaft – so simpel, so großartig.“ Was für eine grandiose Lösung! Gambas einfach nur lange genug zu braten – oder vielleicht besser schmoren? -, bis sich der richtige Saft bildet. Wir Deutschen zeigen den Spaniern wie wir zu unserem wohlverdienten Gamba-Brat-Saft kommen!